Gesangsmentoring Hilkea Knies

Wann solltest du ein Gesangsmentoring buchen?

Gesangsunterricht oder Gesangsmentoring? Lange habe ich mir über meine genaue Berufsbezeichnung Gedanken gemacht. Was trifft die Arbeit, die ich mache, am allerbesten?

Arbeite ich vor allem mit der Stimme, mit dem Gesang? Ja und Nein. Natürlich ist die Stimme mein Medium, aber für mich ist die Arbeit noch so viel mehr. Für mich bedeutet die Relevanz von Kultur und damit Gesang und Musik einen so wichtigen Schritt in unserer menschlischen Entwicklung. Der emotionalen, geistigen und spirituellen Entwicklung.

Die Kultur hat Mensch-Relevanz, wie ich einmal in einem Artikel schrieb. Und dazu stehe ich mehr und mehr, je älter ich werde, je mehr ich lerne und je mehr ich mit Sänger:innen arbeite.

Deshalb habe ich habe mich unter anderem für Gesangsmentoring entschieden, Denn es passt zur Lebensphase, zum Wissen, das ich gern weitergeben möchte.

Was findet sich im Internet über den Begriff des Mentoring?

Ich bemühte zuerst das Internet, das tue ich sehr gern. Und dort fand ich:

Mentoring 2 Frauen am Computer, Gesangsmentoring

 

Die Bezeichnung geht übrigens interessanterweise auf eine Figur der griechischen Mythologie zurück: Ein Freund des Odysseus namens Mentor war der Erzieher von Odysseus’ Sohn Telemach.“

Alles Männer, okay, gibt es heute aber eben auch in weiblich. Zum Beispiel auch Mia Brummer, eine wunderbare Blog Kollegin, die sich mit ganz ähnlichen grundlegenden Themen beschäftigt und sie auf ihr Business überträgt. Eine neue Generation von Frauen wird sichtbar, in allen Berufszweigen. Und das freut mich zutiefst.

Was verstehe ich unter Gesangsmentoring?

Ich verstehe unter Mentoring die Begleitung von dir als Sänger:in in deinem Berufsalltag. Natürlich könnte man das auch Gesangsunterricht nennen und so habe ich es auch über viele Jahre gemacht. Aber es ist eben deutlich mehr als das.

Ich biete neben der praktischen Arbeit mit deiner Stimme, mit deinen Arien und Songs auch Antworten auf Fragen zur Stimmfunktion, zum autonomen Nervensystem und zu Anatomie, Physiologie und Neurologie die Stimme betreffend an. Ich leite dich durch wahrscheinlich neuartige Übungen, die direkt mit Verbindungen zum autonomen Nervensystem arbeiten.

Wen begleite ich mit meiner Arbeit?

Ich unterstütze mit meiner Arbeit, Sänger:innen, die auf der Bühne stehen, die aktiv singen. Aber auch Gesangspädagog:innen, die sich fortbilden möchten, die sich für den Zusammenhang von Stimme und autonomen Nervensystem interessieren. Dafür muss man diese Arbeit nicht zwingend als Beruf ausüben. Ich arbeite auch sehr gern mit Sänger:innen, die engagiert im semi-professionellen oder im Hobbybereich arbeiten. Wichtig ist, dass du viel Erfahrung im Singen hast und eben nicht ganz am Anfang stehst. Wenn du Fragen hast, das Gefühl hast, dass da trotz Studium und Beruf noch viel zu viele Dinge ungeklärt sind, dann könntest du bei mir goldrichtig sein.

Verschiedene Sängerinnen auf der Bühne

Wann ist ein Gesangsmentoring nicht das Richtige für dich?

Das Gesangsmentoring ist nicht das Richtige für dich, wenn du gerade erst in den Gesang oder den Gesangsunterricht einsteigst. An der Stelle braucht es eine regelmäßige Begleitung, die dir mit einer wöchentlichen oder 14-tägigen Gesangsstunde die Grundbegriffe des Gesangs beibringt. Das beinhaltet die Arbeit mit deinem Instrument, mit dem Körper, der Atmung, dem Vokaltrakt also dem Resonanzraum und deiner Stimmfunktion überhaupt.

Und jetzt Butter bei die Fische: Wann lohnt sich ein Gesangsmentoring im Gegensatz zum Gesangsunterricht?

Du kannst von meinem Mentoring profitieren, wenn du

  • als Sänger:in auf der Bühne stehst und weitergehende Fragen zu deiner Stimme hast,
  • du Gesang studiert und das Gefühl hast, dass du dich von jemandem stimmlich weiter begleiten lassen möchtest,
  • du mit Bühnenangst zu tun hast,
  • du professionell in einem Chor singst,
  • du eine ambitionierte Laien-Chorsängerin bist und dich weiterentwickeln möchtest.

Wenn du nicht ganz sicher bist, ob meine Programme etwas für dich sind, dann sprich mich gern an und schreibe mir eine E-Mail unter mail@hilkea-knies.de.

Was biete ich für dich an?

Mein Einsteiger Angebot ist der Kurs „Die Nervenstarke Stimme“. Es ist ein Gruppenprogramm, in dem Praxis und Theorie zum Thema Stimme, Singen und der Zusammenhang mit dem autonomen Nervensystem (ANS) klar und deutlich erlebbar wird. Du wirst neue Übungen kennenlernen, die deine Stimme über das ANS anders als gewohnt regeln werden.

Du kannst erleben, wie sich die Empfindung von Sicherheit direkt auf deine Stimme und vor allem den emotionalen Ausdruck deiner Stimme auswirken wird. Denn deine Stimmlippen berühren sich bei jedem Ton, den du singst. Und zu erleben, wie diese tiefe innere Eigenberührung eine emotionale Berührung hervorbringen kann, ist immer wieder ein Wunder.

Außerdem kann dir die Stimme bei der Regulation helfen. Unter Regulation verstehe ich, dass du positiven Einfluss auf dein autonomes Nervensystem ausüben kannst. Denn ganz so autonom, wie der Begriff es zu vermitteln scheint, ist es eben nicht. Wenn du aus der Bahn geworfen bist von Ereignissen oder auch wenn dich die Bühnenangst gerade mal wieder gepackt hat, dann kannst du direkt über deine Atmung und deine Stimme gegensteuern. Das ist ein großer Vorteil, den wir Singenden haben, denn die Stimme ist direkt mit unserm Vagus Nerv gekoppelt, der eben auch für Beruhigung und Regeneration zuständig ist.

Was ist möglich in meinem Gesangsmentoring?

Ich möchte dich jetzt daran teilhaben lassen, was im letzten Jahr in meinen Kursen geschehen durfte.

Die Stimme darf viel emotionaler werden

Eine der Sängerinnen, die sowohl solistisch tätig ist als auch professionelle Choraushilfen singt, schilderte uns eine Konzertsituation, die sie innerhalb des Kurses hatte. Sie war sowohl im Kurs „Die Nervenstarke Stimme“ als auch im Nachfolgekurs „Die Leistungsstarke Stimme“.

Das Singen war für sie ein ganz neues Erlebnis, denn erstens fühlte sie sich viel sicherer, nachdem sie einige der Übungen kennengelernt und direkt vor dem Konzert gemacht hatte, aber was sie noch mehr überraschte, war die Reaktion ihrer Fans, die immer wieder zu Konzerten von ihr kamen und die ihre Stimme mochten und kannten.

Und auch die Kritik in der Zeitung danach war sehr anders als sie es gewohnt war. Alle waren sich einig, dass sie so viel emotionaler gesungen hatte als sie es von ihr gewöhnt waren. Und sie hatte nicht versucht, emotionaler zu singen, sondern es war einfach geschehen, weil die Stimme anderes reagiert hatte.

Ich arbeite so gut wie nie mit direktem, privatem emotionalen Ausdruck, sondern durch die Arbeit mit dem Nervensystem darf sich die Stimme mehr öffnen. Und Öffnung ist etwas, was wir als Zuhörende direkt mit Emotion verbinden können.

Wenn sich uns jemand öffnet, sei es privat oder durch seine Stimme im Konzert, erleben wir das sehr direkt mit. Schon allein als sie dies Erlebnis mit uns teilte, waren einige sehr berührt und ich habe mich unglaublich gefreut, dass es so schnelle Wirkungen geben kann.

Durch die Langsamkeit und Achtsamkeit öffnete sich etwas

Ein anderes Beispiel war eine Logopädin, die auch als Sängerin unterwegs ist. Sie schilderte sehr eindrücklich, wie der neue Umgang mit ihrer Stimme sie wieder tief mit sich selbst verbunden hat. Sie schätze gerade die Aspekte, sich wirklich Zeit zu nehmen.

Das ist ein wichtiger Moment in der Arbeit mit dem autonomen Nervensystem. Die Zeit, die Achtsamkeit. An der Stelle ist die Verbindung von Nervensystem Arbeit und Rabine Methode unglaublich gut geeignet. Denn beide arbeiten mit der Eigenwahrnehmung in besonderem Maß.

Sie schilderte, wie durch die Langsamkeit eine innere Freude an ihrer eigenen Stimme wieder zum Vorschein kam, die sie verloren glaubte. Sie fingt an, ganz anders, viel achtsamer mit sich und ihrer Stimme umzugehen. Die Stimme wurde weicher und viel flexibler.

Körperliche Schmerzen wurden weniger

Eine weitere Sängerin, die mit einer Erkrankung zu tun hatte, die das Singen manchmal sehr unangenehm machte, weil sie körperliche Schmerzen hatte – und es lag nicht an ihrer Gesangstechnik, denn sie war ebenfalls in der Rabine-Methode ausgebildet – erlebte durch die andere Art, mit den Übungen und ihrer Stimme umzugehen erstaunlicherweise eine Verminderung ihrer Schmerzen. Das hatte sie nicht erwartet. Sie hatte sich für den Kurs angemeldet, weil sie sich selber schon viel mit dem Nervensystem beschäftigt hatte und es einfach spannend fand. Und nun das. Ihre Überraschung war ihr deutlich anzumerken, als sie das erste Mal darüber sprach.

Und wenn ich ganz ehrlich sein soll, ich selbst hätte nicht gedacht, dass es solche Wirkungen auf körperliche Schmerzprozesse haben könnte.

„Manchmal habe ich das Gefühl, ich habe nie richtig Singen gelernt.“

Eine Sängerin, bei der es nach ihrem Studium so richtig gut losging, mit Engagements an der Oper und im Rundfunkchor schrieb mir während des Kurses: „Es sah aus, als ob es so richtig gut losgehen würde. Aber ich war immer unglücklich mit meiner „Technik“ (eigendlich hatte ich keine, die ich hätte wiedergeben können), wurde schnell heiser und hatte dauernd Sodbrennen.“

Das berührte mich sehr. Zumal ich schon seit vielen Jahren mitbekommen habe, dass sie leider nicht die Einzige ist, der es so geht. Viele schweigen, quälen sich mehr und mehr und geben vielleicht irgendwann den so geliebten Beruf auf.

 

 

Wie ist mein eigener Weg bis zur Mentorin gewesen?

Früher habe ich viel mit Anfänger:innen gearbeitet. Es hat mir immer großen Spaß gemacht. Eine Stimme von Anfang an kennenzulernen und aufzubauen ist viel Verantwortung, aber es ist auch sehr schön und berührend.

Und irgendwann habe ich festgestellt, dass immer mehr Sänger:innen zu mir kamen, die schon lange über die Anfänge hinaus waren und sehr spezielle Fragen hatten. Auch Gesangspädagog:innen, die selber sangen, nahmen bei mir Unterricht. Sie stellten immer mehr Fragen, die mit ihren eigenen Schüler:innen zusammenhingen.

Ausbildung von Gesangspädagog:innen am Rabine-Institut

Und schon seit längerer Zeit bilde ich Gesangspädagog:innen aus. Das mache ich zum einen am Rabine-Institut, wo ich selber 1990 meine Ausbildung begann. Dort findest du eine pädagogisch-methodische Ausbildung zum CRT (certified Rabine teacher). Sie ist 4-jährig und du lernst das Unterrichten nach der Rabine-Methode. Ich nutze diese Methode seit über 30 Jahren und bin mittlerweile eine von nur 5 CRMT’s (certified Rabine master teacher).

Zertifikat Hilkea Knies, Eugen Rabine Zitat
Diese beiden Dinge hängen bei mir im Studio. Sie erinnern mich täglich daran, mir selbst auch Zeit zu nehmen.

Aus- und Fortbildung am Institut Voice Experience

Seit 2014 unterrichte ich auch gemeinsam mit meiner Kollegin Ulla Keller an unserem eigenen Institut Voice Experience. Wir bilden Sänger:innen aus dem Bereich der Popularmusik zum Vocal Coach fort. Denn gerade in der Popularmusik hat es über viel zu viele Jahre an guten Konzepten des Unterrichtens gefehlt und die Rabine-Methode eignet sich fantastisch für jede Stilistik des Gesangs.

Eigene Fortbildungsreihe Stimme und Nervensystem

Anfang des Jahres 2022 startete ich dann meine ganz eigenen Kurse. Denn das Autonome Nervensystem hatte es mir angetan, seit ich 2007 erst eine Einführung machen konnte und dann sofort mit der Ausbildung in Somatic Experience begann.

In diesen neuen Kursen kann ich meine ganz ureigene Kompetenz und Persönlichkeit einbringen. All mein Wissen zusammenfügen. Und es erfüllt mich zutiefst, alles miteinander zu verbinden und neue Lösungen, Antworten und Anregungen zu finden, die die Stimme aus einem anderen Blickwinkel zeigen und erlebbar machen.

Wenn du noch ein wenig mehr über meinen Weg lesen magst, dann schau doch gern in diesem Blog Artikel hinein: Wie ich wurde, was ich bin – mein Weg zur Gesangsmentorin.

Und ich kenne viele der Empfindungen, die Sänger:innen in meinen Kursen beschreiben

Ich stand übrigens auch mehr als einmal dicht davor, das Singen aufzugeben. Und immer haben mich Lehrer:innen „retten“ können, die sich wirklich mit der Materie auskannten und die zudem an mich geglaubt haben, obwohl ich klanglich zu der Zeit nicht sonderlich gut auf der Höhe war.

Falls etwas von dem auf dich zutrifft, dich etwas von dem was ich schreibe, berührt, dann komm gern in meinen Nervenstarke Newsletter. Dort erfährst du von Kursen, neuen Blog Artikeln und du kannst mich näher kennenlernen.

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