Normalität tritt ein – Woche 7 bei Sigrun in SOMBA Kickstart

Und weiter geht es im Kickstart mit „Nervenstarke Stimme“. Der Kurs wird normal. Fast hätte ich es vergessen, dass ich ja Montag um 16 h immer für ca. 45 Minuten live gehe, um mit den Leuten die Übungen über Zoom live zu erleben.

Live gehen auf Facebook, diese Woche bisher ohne Panne. Es wird schon fast zur Gewohnheit.

Leider werden die Live-Teilnehmer:innen immer weniger. Aber vielleicht hängt es auch mit der Gesamtsituation zusammen. Immer mehr Menschen auf Facebook posten zum Thema Russland / Ukraine. Auch an mir ist es nicht spurlos vorbei gegangen. Wenn ich an das Nervensystem denke, kommen immer wieder die Gedanken über Traumata, über Kriegstraumata hoch. Wie sollen wir es je überwinden, wenn immer und immer wieder irgendwo ein neuer Krieg beginnt?

Wenn wir nicht miteinander leben können, ohne gegen uns und unsere Mitmenschen im Krieg zu sein? Merken wir nicht, dass der Krieg in unserem Inneren den Krieg im Außen immer wieder starten lässt?

Wie können wir uns öffnen, wenn wir überall Gefahr sehen oder auch wirklich wie jetzt Lebensgefahr herrscht? Können wir noch unsere Stimme erheben?

Präsenz von Nervenstarke Stimme auf Facebook

Und dann veröffentlichte ich am 8. März einen Post auf Facebook. Eigentlich hatte ich über eine Rückmeldung schreiben wollen, die ich bekommen hatte und die ich spannend fand. Und auf einmal wurde es doch wieder eher philosophisch.

Gerade gehe ich die Feedback Bögen von meinem Kurs „Die Nervenstarke Stimme“ durch.
Die Rückmeldungen sind nicht nur sehr schön, sondern auch total interessant.
Ich hatte letzte Woche einen schnellen Durchlauf durch die POLYVAGALTHEORIE und das SYSTEM DER SICHERHEIT gemacht. Denn das ist auf der Bühne oder überhaupt im Leben und beim Singen von so entscheidender Bedeutung. 🙏
Und für einige war es überraschend zu sehen, wenn wir das Autonome Nervensystem anschauen, dass es nicht entweder / oder gibt.
Denn nicht entweder ist der parasympathische Teil gut oder der sympathische Teil schlecht, wenn es um die Stimme geht. Sie sind nicht wirklich Antagonisten, sondern sie arbeiten zusammen.
Und selbst der dorsale Vagus, der für den Shut-down und die Dissoziation zuständig ist, hat in Zusammenarbeit mit dem ventralen Vagus, der für den Kontakt mit unseren Mitmenschen so wichtig ist, eine wirklich wichtige und schöne Funktion.
Es gibt also nicht entweder grün oder rot – wie auf meinem Schaubild. Und auch nicht entweder grün oder gelb.
Nein, wir haben überall Zusammenarbeit, die fließend sein kann.
Eine Überlegung, die ganz grundlegend ist. Ist es nicht auch im echten Leben so? Wenn wir aufhören in entweder/oder zu denken und uns mehr fragen, wo finden wir das UND, wo finden wir das GEMEINSAME, kämen wir dann nicht menschlich gesehen erheblich weiter?
Und würden wir unsere Mitmenschen dann nicht auch deutlicher wahrnehmen und fühlen können?🥰
Und die allerschönste Möglichkeit wäre, dass wir dann endlich aufhören könnten, Krieg zu führen. Krieg gegen uns selbst und auch gegen andere Menschen.

 

Inhalte von Modul 3 in „Nervenstarke Stimme“

Inhaltlich sind wir in Modul 3 jetzt nach innen gewandert. Ein Grundsatz in der Rabine-Methode ist „von außen nach innen“.

Wir sind mit dem Körper gestartet in den ersten beiden Modulen. Berührungen der Armaußenseiten, der Oberschenkalaußenseiten und die entsprechenden funktionalen Übungen dazu wie die Arm- und die Beinhebung. Das Singen unterstützende Bewegungen, aber auch den Atem unterstützende Bewegungen ausführen und wahrnehmen.

Und nun kamen wir nach innen. Die Atmung ist unsere Brücke. Atemwahrnehmung an der Rachenrückwand und Atemwahrnehmung auf der Zunge. Auch die Rückmeldungen wurden jetzt sehr viel spezifischer. Und ich war glücklich, wie viel möglich war zu spüren und vor allem, was sich dadurch ändern durfte.

Die Rückmeldungen waren nach wie vor eher wenige, dies mal 36. Aber es zählt ja nicht nur die Anzahl, sondern auch die Qualität. Und die war nach wie vor sehr hoch. Das bedeutet für mich, dass ich sehr gut nachvollziehen konnte, was gut funktioniert hat.

Und ich bin wieder erstaunt gewesen, wie sehr es auch in diesem Format möglich ist, feine Wahrnehmungen zu erleben und zu kommunizieren. Denn dieser Kurs ist auch für mich ein Testballon, ob die Art von Arbeit mit Stimme und Nervensystem, die mir vorschwebt, online zu machen ist.

Rückmeldungen aus der 3. Woche

Und hier ein paar tolle Antworten auf die Frage im Feedbackbogen:

Was waren die 3 wichtigsten Erkenntnisse in diesem Modul 3?

„Daß wir durch die Verbindung mit uns selbst, über Körperübungen (Kieferstreichen, Grenzmuskeln Arm/Bein) über unsere Stimme das autonome Nervensystem regulieren können. Im besten Fall können wir durch die Art und Weise, wie wir singen auf der Bühne ruhiger werden. Dass die Nerven auf die verschiedensten Muskelbereiche wirken, aber auch umgekehrt kann man dadurch, wie man die Muskeln aktiviert Rückwirkung auf das autonome Nervensystem bekommen. Für mich ergibt sich durch dieses Wissen und die dazugehörigen Übungen ein paar sehr wertvolle Möglichkeiten, besser im Konzert singen zu können. Danke.“

„Für mich war es spannend, die Rückseite der Zunge wahrzunehmen oder wenigstens wahrnehmen zu wollen. Ich hab da noch ein Knäuel im Mund, das nicht so richtig zuzuordnen ist. Was ist jetzt die Zungenrückseite, was die Rachenrückwand. Aber es macht Spaß, es auszuprobieren. Mir wurde zum ersten Mal bewusst, dass die Einatmung wohl zwischen der Rachenrückwand und der hinteren Zunge durchgeht.“

„Ich hatte nach einer heftigen Migräneattacke die Stimme total verloren vor lauter Verspannungen. Nach der letzten Einheit hab ich sie wieder gefunden. Das war so schön, dass ich ein Werkzeug habe, mit dem ich mich wieder so einigermaßen „singable“ machen kann. So viel zu Selbstwirksamkeit. Danke!!!!!!“

Vorbereitung des Celebration Calls

Die Aufgabe von Sigrun war in dieser Woche unter anderem, den Celebration Call vorzubereiten und anzukündigen:

 

SOMBA Kickstart Nervenstarke Stimme Celebration Call

 

Natürlich auch, sich Gedanken zu machen, was wir in dieser Zeit machen möchten. Auch dafür gab es Hilfestellung. Denn das Schwierigste am Celebration Call ist für mich der Spagat. Auf der einen Seite möchten wir feiern, was in den 4 Wochen geschafft wurde. Auf der anderen Seite möchten wir auch noch etwas Letztes Hilfreiches in die Gruppe geben.

Und natürlich ist es wichtig, die Verlosung der Gewinnerin, des Gewinners zu machen.

Und schlussendlich zu einem weiterführenden Angebot leiten, denn schließlich dient das ganze dem Aufbau eines Business, für das wir gern bezahlt werden möchten. Und da kam dem einen oder der anderen wieder das Money Mindset in die Quere.

Es ist klar, dass man in 4 Wochen kein Thema dieser Welt erschöpfend darstellen kann. Und die wichtigste Marketing-Frage ist: Wo ist der Gap, die Lücke? Wo also wird klar, dass es so viel Wunderbares gab, was hier erfahren werden konnte und wo und wie kann es jetzt aber noch weiter gehen?

Aber es war noch etwas Zeit, mir all das gut zu überlegen und auch mit meinem Coach Maria Busqué das eine oder andere zu besprechen. Sie kennt diesen Prozess gut und war eine große Hilfe bei all dem.

Gedanken an den Upsell und die Vielfältigkeit der Fragen

Also was könnte ich anbieten für die Menschen, die jetzt gern weiter machen möchten? Was ist es, was sie brauchen? So viele Fragebögen gilt es durchzugehen.

Es ist ungeheuer spannend, was die Sänger:innen erleben und fragen. Im letzten Live am Montag fragte mich eine Frau nach der Cervix. Eigentlich hatten wir mit dem Vokaltrakt gearbeitet. Sie hatte etwas darüber in meinem Blog gelesen und wollte wissen, wie es mit der Verbindung dabei ist, wenn ich über Stimme und Cervix schreibe. Sie habe schon allein bei dem Gedanken an die Zusammenhänge ihre Sexualität auf einmal komplett anders erlebt.

So ein spannendes Thema auf einmal mitten zwischen all den Stimmfragen. Auch da gilt es noch weiter zu forschen. Ich bin dran, indem ich weiter auch mit Olivia Bryant arbeite, die eine Spezialistin für die Arbeit mit der Cervix ist.

Aber in diesem Rahmen bleibe ich erst einmal vor allem bei der Stimme.

Mein Lieblingstool: das Q&A

Ich gestehe, diese Stunde hat mir fast die größte Freude gemacht. Es waren immer genug Menschen da, so dass viele Fragen gestellt wurden. Eine Mischung aus fachlichen Dingen über Stimme oder / und Nervensystem zu erzählen, Beratungen zu machen für Schwierigkeiten, die auftauchten und Geschichten aus meinem eigenen recht langen Leben zu erzählen, war einfach nur schön.

Es war eine solche Win-Win Situation. Die Sänger:innen waren total glücklich, was ich ihnen alles beantworten konnte, sie mochten meine sehr ehrliche Art und die Geschichten waren anscheinend auch spannend und hilfreich.

Und ich konnte merken, wie gut ich Menschen in all diesen unterschiedlichen Phasen ihres Sänger:innenlebens unterstützen konnte. Mal brauchte es Tipps, mal etwas Persönliches, mal Fachwissen. Und alles stand mir zur Verfügung.

An dieser Stelle kommt wieder mein Dank von ganzem Herzen ins Spiel. Denn nicht nur ich habe euch etwas gegeben, sondern auch ihr habt mir so viel gegeben, dadurch dass ich euch weiterhelfen durfte.

 

Danke an die Nervenstarke Stimme

 

Möchtest du noch mehr von meiner Reise im SOMBA Kickstart lesen?

Dann schau doch auch in die anderen Wochen hinein:

Woche 1 – Umfragen

Woche 2 – Interviews

Woche 3 – Bewirb deinen Kurs

Woche 4 – Gruppe einrichten und Werbung machen

Woche 5 – Der Beta Kurs geht endlich los

Woche 6 – Auf einmal ist Krieg

Und wer gern etwas nach vorn springen möchte und wissen will, wie ich den Tag des Celebration Calls erlebt habe, der ist HIER richtig. Und wer gern grundsätzlich von mir weiter lesen möchte, kann sich gern in meinem Newsletter anmelden.

Auch die Dankbarkeitsübung, die wir in Woche 9 machen sollten, habe ich gleich zu einem Blog Artikel verarbeitet. Dankbarkeit geht immer und ist so wunderschön.

And by the way: wofür bist du heute dankbar? ❤️😉

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