SOMBA Kickstart Nervenstarke Stimme Kooperation

Auf einmal ist Krieg – Woche 6 bei Sigrun in SOMBA Kickstart

Nun brach also die 2. Woche von „Nervenstarke Stimme“ bei SOMBA Kickstart an. Und mitten in diese 2. Woche meines Beta Kurses platzte der Krieg in der Ukraine.

Wie schon beim Thema Corona bin ich keine Freundin von schnellen Urteilen, Verurteilungen. Ich weiß in dieser sehr komplexen Welt sehr oft nicht genau, was ich für richtig halten soll. Geschweige denn, dass ich weiß, was richtig ist.

Ich weiß nur eins: Krieg ist nie eine Lösung. Und im Krieg gibt es nur Verlierer:innen.

Es macht mich, wahrscheinlich wie viele von uns, sehr betroffen. Denn Russland und die Ukraine sind nicht auf einem komplett anderen Kontinent und damit weit, weit weg, sondern es ist alles ziemlich nah. Mal ganz abgesehen davon, dass ich vorher gar nicht wusste, wie viele Menschen ich aus Russland und der Ukraine kenne.

Und da stellte sich mir auch die Frage: Mache ich weiter mit Business as usual?

Und nein, große Stellungnahmen wollte und konnte ich nicht abgeben. Meinungen ändern sich bei mir immer wieder, wenn ich neue Fakten oder Sichtweisen höre. Und eine Haltung zu finden, das ist schwierig.

Wir hatten auch einige Calls mit Sigrun zum Thema, wie man als Leader in einer Krisensituation handelt. Auch das war eine interessante Sichtweise für mich.

Hilfe für das Autonome Nervensystem

Und irgendwann kam ich zu der Entscheidung, dass die beste Hilfe, die ich momentan zur Verfügung stellen konnte, die Arbeit mit dem Autonomen Nervensystem war. Also nahm ich die Übungen auf, die aus dem Somatic Experiencing inspiriert sind, stellte sie in meine Gruppe, aber auch frei bei YouTube ein, denn ich fand, dass wir mit einem regulierten Nervensystem bessere Entscheidungen treffen können und sich Dinge nicht so weit hochschaukeln.

Erst bei der Aufnahme bemerkte ich, wie sehr mich das Thema doch beschäftigte. Ich finde es immer wieder spannend, mir selber auf die Schliche zu kommen, wenn ich anscheinend Dinge erst einmal verdränge, um einen Weg zu finden und dann später zu verdauen. So war es auch hier.

 

Kickstart Video für Nervenstarke Stimme

Wenn dich das Video interessiert, du etwas brauchen kannst, über was du dich regulierst, dann schau gern einmal hinein, wenn du magst. Du findest es hier.

Eine Rückmeldung zu dieser Übung fand ich so toll, weil so vieles Thema war, was genau in diesen Übungsablauf hinein passt:

„Die Übung zur Regulierung des ANS – WOW!! Ich war so unter Spannung die letzten Tage / Wochen. Ich bin dann in einer Art aktiven Starre. Also ich habe viel Anspannung, flexe im „bequemen“ Sitzen mit Beine hoch, meinen Fuss, habe Herzrasen und wirke von aussen super entspannt mit 1000 Gedanken. So habe ich mich dann aufgemacht, um eine meiner Achtsamkeitsübungen zu machen. Tataaa, die beste Gelegenheit, Hilkeas Übung auszuprobieren.

Als ich anfing war der Raum um mich herum sehr klein. Schon von Anfang an, habe ich geschaukelt, gewippt und mich selber gehalten, wie Du das gegen Ende bei Dir beschrieben hast. Ich dachte erst, hey, so unruhig, die Übung geht ja nicht so lange. Je länger es dauerte, desto eher wollte ich los. Ich wollte die Lieder üben, die mir während der Übung im Kopf kreisten. Da ich keinen Widerstand spürte und gar nicht so weg wollte, nur bewegen, zog ich es durch. Dann Gähnen, Rülpsen, und das ganze Entspannungsprogramm. Unmittelbar, habe ich dann endlich mein Konzert für den Mai in „Angriff“ – haha – genommen. Ich sang ca. 2 Stunden, frei, aktiviert, fokussiert, sortiert, klar, mit Freude, tanzend, wiederholend, übend. WOW! Das ist ja eine geile Übung.

Auch wenn ich die Tschakas und Fussstampfs erst als zu grob empfand, denn ich wollte mich ja eigentlich entspannen, habe ich richtig gefühlt, dass Energie/Aktivität in der Kombination der Gelassenheit so viel sinnvoller ist, als einfach nur entspannen, was ich erst als Bedürfnis hatte. Aber diese Entspannung käme dann eher einer Resignation gleich. Ich mache jeweils eine Check-in: wie geht es mir körperlich, wie mental und wie emotional. Das habe ich vorher und nachher auch gemacht. Einfach toll. Und der Raum wurde nicht nur grösser, sondern heller und ein leichtes Glitzern war zu sehen. Super hilfreich, gerade in Zeiten wie diesen, in denen ich manchmal so fassungslos bin.“

Und auch zu den Stimm- und Körperübungen der vergangenen Woche gab es Rückmeldungen, die darauf schließen lassen, dass das Singen auf diese Art und Weise etwas dazu beitragen kann, anders mit der eigenen Angst umgehen zu lernen:

„Danke Hilkea….sowieso und insgesamt…unabhängig davon, dass ich mich hier in einem stimmigen 🙂Workshop mit wertschätzenden und achtsamen Inspirationen zum Thema ANS und Stimme befinde, haben mich die „Übungen“ die letzten Tage sehr unterstützt und getragen, um meinem inneren Frieden wieder näher zu kommen. Z. B. hat mich das Fühlen der Außen- und Innenseiten der Arme sanfter und gleichzeitig klar begrenzter werden lassen, wodurch ich in dieser Zeit besser mit dem Trigger Angst gehen kann.“

„Sehr interessant, dass ich mich beim ersten Mal erschreckt habe vor dieser ruckartigen Bewegung. Mein Herz schlug so schnell plötzlich und ich fühlte Angst. Erst durch die Wiederholungen fühlte ich, dass ich keine Angst vor meiner Kraft haben brauche. Und dass in meinem Nervensystem Kraft/Energie mit Gewalt gleichbedeutend ist, die mich erstmal ängstigt auf einer subtilen Ebene. Doch später fühlte ich mich so präsent in den jeweiligen Körperteilen, dass ich mich freue, diese Übungen zu wiederholen.“

Die Themen, die im Kurs von Sigrun dran waren, waren auch wieder spannend und gaben mir tolle Impulse.

  • Bin ich sicher, dass ich einen skalierbaren Kurs aufbaue? Es sollte einer sein, wo kein persönliches Feedback oder persönliches Arbeiten vorgesehen ist. Es sollte möglich sein, den Kurs mit 20, 100 oder 500 Menschen durchführen zu können.
  • Wir bekamen Hinweise, wie wir mit dem Feedback umgehen sollten
  • Wie sollten wir die Warteliste behandeln?
  • Was ist jetzt dran auf Social Media?
  • Und vor allem auch, wie bringen wir die Menschen dazu, sich in der Facebook Gruppe zu beteiligen?

Ist mein Kurs skalierbar?

Ich fand schon. Und ich war überrascht, dass das so gut ging. Die Sänger:innen experimentierten in den Live Praxis Einheiten für sich. Ich ließ sie dann in 2er Gruppen in Break-Out Sessions sich austauschen, denn das hatte sich in der ersten Woche schon sehr gut bewährt. Auch die Fragerunde am jeweiligen Donnerstag ließe sich gut mit mehr Menschen regeln, wenn der Kurs größer werden würde.

Allerdings müsste ich dann bereit sein, dass nicht alle Fragen beantwortet werden können, denn noch habe ich dieses Ideal. Und ich komme mir nicht gut vor, wenn jemand die Hand gehoben hat und ich sage: Sorry, Leute, die Zeit ist um. Also eine Sache, die ich unbedingt noch lernen möchte. Ich sage mir jetzt mit dem Kopf, wenn es ein Kurs ist, an dem sehr viele Menschen teilnehmen können, dann ist er ja auch nicht so teuer und dann gehört eben ein Einzelcoaching nicht unbedingt dazu.

Aber wie sagt man so schön: da ist noch Luft nach oben. 😅

Das Feedback aus den Bögen

Das Feedback war großartig. Allerdings hatten in der 2. Woche nur noch 42 Menschen den Feedback Bogen ausgefüllt. Auch die Öffnungsrate der E-Mails war geringer. Aber ich ließ mir sagen, das sei in der 2. Kurswoche völlig normal. Ich verglich es bei mir mit der 2. Vorstellung nach einer Premiere in der Oper. Alles hatte auf diesen Tag hingefiebert und begreiflicherweise war die Energie dort am höchsten und bei der 2. Vorstellung war es schwer bis unmöglich, das Energie Niveau zu halten.

So war es wohl auch hier und ich musste mir keine Sorgen machen.

Und gleichzeitig haben mich wieder einige der Rückmeldungen sehr berührt. Manche waren sehr kurz, aber so wichtig:

Ich komme endlich wieder in eine Überoutine. Und das mit liebevollem, ruhigem, tiefem Interesse an mir selber.

Ich fühle mich seit langem wieder als Sängerin.

Die Warteliste

Ich habe eine Warteliste angelegt, damit alle, die sich für die Arbeit interessieren, aber zu spät für den Kurs waren, weiter von mir informiert werden können. Der Begriff „Warteliste“ hat mich geflasht. Ich persönlich assoziiere damit immer, dass ein Kurs schon so voll ist, dass dort kein Platz mehr ist. Und das wiederum deutet auf eine hohe Qualität des Kurses hin.

Mittlerweile weiß ich, dass das im online Business anders gehandhabt wird, aber für mich ist es immer noch ein Zeichen von Qualität eines Kurses und es freut mich, dass ich ganz allein für mich im Inneren damit meine Kurse wertvoll gestalte. Das hat mich ungeheuer gefreut, als ich die Google Form für die Warteliste entworfen habe.

Möchtest auch du auf meine Warteliste? 😉 Dann kannst du das hier sehr gern in die Tat umsetzen. Mein Newsletter, den ich seit diesem Beta Kurs jetzt habe, handelt von mir, meinen Blog Artikeln und den Dingen, die ich allein oder mit meiner Kollegin Ulla Keller bei Voice Experience anbiete.

Weitere Posts auf Social Media

Wir sollten auch weiterhin über unseren Kurs auf Social Media berichten. Also habe ich etwas auf meiner Seite gepostet. Ich habe noch nicht so viele Abonnent:innen, aber ich möchte es gern mehr aufbauen. Neben einem DANKE-Post, wie schon in der vergangenen Woche, hat mich aber das Thema des Krieges weiter beschäftigt. Wird der Krieg endlich enden, wenn wir nicht mehr gegen uns selbst kämpfen? Was hat all das mit dem autonomen Nervensystem zu tun?

 

Nervenstarke Stimme Facebook Post
Den ganzen Facebook Post findest du hier

Aktivität in der Facebook Gruppe hervorkitzeln

Eine weitere Idee von Sigrun und ihrem Team habe ich aufgenommen. Ich war sehr gespannt, ob die Menschen darauf antworten würden.

Ich habe also am Ende der 2. Woche eine Umfrage gestartet, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie weit die Sänger:innen mit den Videos gekommen sind. Und ich habe mich sehr gefreut, dass doch gleich viele teilgenommen haben.

SOMBA Umfrage

Und damit war auch diese Woche mit vielen tollen Erlebnissen, Feedbacks und neuen Aufgaben wieder gemeistert.

Interessierst du dich für die Journey bis hierher?

Dann schau doch bei Woche 1, Woche 2, Woche 3, Woche 4 und Woche 5 rein.

Und wenn du wie ich eine bist, die immer gern schon mal zum Ende des Buches blättert, dann schau doch auch ruhig schon in den Artikel, der eine Aufgabe von Woche 9 enthält, in dem es um die Dankbarkeit geht. Dankbar sein kann man immer und ich würde sagen, das ist in diesem Fall auch nicht geschummelt.

Oder was meinst du?

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